Nebelheym ist der Kontinent, von dem die Band Tales of Nebelheym stammt. Seine Ländereien, Städte und Meere sind Schauplatz aller namensgebenden Geschichten aus Nebelheym.

Er ist die einzige kartographierte Landmasse seiner Welt. Ob es Weitere gibt, ist nicht bekannt. Jedoch ist es wahrscheinlich, da die Fremden, die die Geschichte Nebelheyms so entscheidend beeinflusst haben, von außerhalb kamen.

Namensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Ankunft der Fremden war der Kontinent unter vielen Namen bekannt. Jede Region hatte, wenn überhaupt, ihren eigenen Namen für das große Festland, dessen Teil sie waren. Im Königreich Regalsther war der Name "Großes Land" am weitesten verbreitet. Während der Zerrüttung, in der starke Revolutionsströmungen und Unabhängigkeitsbestrebungen die Gesellschaft bestimmten, wurden viele Wege gesucht, sich von der alten und rückständigen Zeit der Monarchie abzugrenzen. Aus diesem Grund wurde der Name, den die Fremden nutzten, zum allgemein gültigen Namen erklärt. Da sie im Winter an der Ostküste landeten, herrschten zu dieser Zeit die typischen Wetterbedingungen. Zu diesen gehören neben Winden und Regen auch dichte und lang anhaltende Nebel. Nach der Mundart der Fremden also Nebelheym - Heimat des Nebels. Dabei muss man beachten, dass es sich um eine Adaption des Wortes in die Alltagssprache handelt. Die ursprüngliche Aussprache ging im Laufe der Zeit verloren.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nebelheym ist ein großer Kontinent auf der Nordhalbkugel der Welt. Er liegt vollständig nördlich des Äquators, erstreckt sich aber über viele Klimazonen, von tropisch bis polar.

Besonders bedeutend ist das Rote Gebirge, das den nördlichen Teil des Kontinents in zwei Hälften spaltet und sich vom Zentrum bis in den hohen Nord-Westen zieht. Es besteht aus überwiegend vulkanischem Gestein. Das gesamte Massiv ist sehr hoch und seine Flanken besonders steil, weswegen es sehr lange Zeit de facto unüberwindbar war.

Der nord-westliche Teil, auf der Luv-Seite des Gebirges, ist bestimmt von einigen sehr großen und wasserreichen Flüssen. Es herrschen hervorragende Bedingungen für Landwirtschaft, da die Böden mineralstoffreich und leicht zu bewässern sind. Regelmäßige Regenfälle und milde Sommer und Winter sorgen für große Erträge. Nördlich davon bedecken dichte Mischwälder das Land.

Der Nord-Osten, von den Polarregionen bis zu den südlichsten Ausläufern des Roten Gebirges ist aufgrund der Lee-Lage deutlich karger. Die Ländereien des hohen Nordens sind größtenteils von Nadelwäldern dominiert, die jedoch während der Zerrüttung und besonders des Schwarzen Krieges durch extreme Abholzung sehr stark zurückgegangen sind. Nur ein großer und schiffbarer Fluss mündet an der Ostküste ins Meer. Südlich der Waldgebiete herrschen Weiden und Wiesen vor. Der Anbau von Feldfrüchten ist deutlich schwieriger, wird mit zunehmend südlicher Lage aber rentabler.

Südlich der Ausläufer des Roten Gebirges, im Zentrum Nebelheyms, liegt ein großes, recht trockenes Steppengebiet, das weniger stark besiedelt ist und von hohen Gräsern und Sträuchern überzogen ist. Es zieht sich im Osten bis an die Küste. Westlich endet es am südlichsten Fluss, der im Roten Gebirge entspringt. Dieser Teil ist von Sümpfen durchzogen, der Größte liegt an der Mündung des Flusses ins Meer an der Westküste.

Weiter Südlich zieht sich ein Band aus subtropischen Wüsten von Küste zu Küste. Diese sind im Westen eher sandig und werden im Verlauf nach Osten mehr und mehr zu Steinwüsten.

Im Südosten liegt eine große Halbinsel die nordwestlich von einem Gebirge von der Wüstenregion getrennt wird. Das Land dort besteht aus überwiegend trockenen Savannen und Prärien. Vor der Ostküste dieser Halbinsel liegt die größte Insel Nebelheyms. Sie wird von einem hohen zentralen Berg bestimmt und ähnelt in der Witterung den umgebenden Landesteilen.

Ebenfalls südlich der Wüstenregionen, westlich der Halbinsel und entlang der Südküste wird das Klima feuchter. Tropische- und Mangrovenwälder erstrecken sich über und entlang der beiden langgezogenen Ausläufern des Kontinents. Diese enden im Westen in einer Inselgruppe, die ebenfalls tropische Klimata aufweisen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nebelheym wird von vielen Millionen Menschen bewohnt, die sehr vielen Ethnien und Religionen angehören. Ihre genaue Zahl ist nicht bekannt. Die bevölkerungsreichsten Zentren sind allen voran die Hauptstadt Landrons an der Ostküste, sowie die ausgedehnten Industriegebiete um sie herum. Historisch bedeutender waren die großflächigen Landwirtschafts- und Handelsstädte westlich des Roten Gebirges, die weiterhin hohe Einwohnerzahlen haben. Die größte von diesen ist die alte Hauptstadt Regalsther. Weitere Ballungsräume sind die Städte Raftershire im Norden, Oarvport an der Südost-Küste und Osdval an der Westküste.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alte Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die alte Geschichte der Welt ist vergleichsweise wenig bekannt. Erste Aufzeichnungen existieren etwa seit den Eroberungskriegen des Königreichs Regalsther. Diese sind jedoch stark mit Mythen und Legenden verflochten, weswegen der Wahrheitsgehalt vorsichtig gemessen werden muss.

Die ältesten bekannten Artefakte in Nebelheym sind die Ruinen der drei Reiche. Diese Reiche sind die ersten bekannten Zivilisationen, die irgendwann vor der Gründung Regalsthers untergingen.

Laut dem Gründungsmythos zerfielen die Reiche in unzählige kleine Staaten und Stadtstaaten. Der erste König von Regalsther berief sich darauf, der einzige wahre Erbe aller drei Reiche zu sein, und beanspruchte die Herrschaft über das gesamte Land. Ob dieser Anspruch tatsächlich entsprechend legitimiert war ist bestenfalls fragwürdig. Er gründete das Königreich Regalsther und begann damit die Zeitrechnung "Jahr des Königs" oder "Year of the King", kurz: YK. Die folgenden Eroberungskriege sind durch Inschriften und Malereien auf zeitgenössischen Gebäuden, Tafeln, Waffen, Schriftrollen sowie Geschirr und anderen Töpferwaren häufig bezeugt. Da sie jedoch in den allermeisten Fällen aus königlicher Perspektive angefertigt sind und eher Heldenmythen ähneln, lässt sich über den genauen Verlauf dieser Kriege kaum etwas sagen. Fest steht, nach 300 Jahren, im Jahre 301 YK, war ganz Nebelheym unter dem Königreich Regalsther vereint. Die meisten Regionen wurden als Provinzen integriert, einige äußere Gebiete wurden als sogenannte Protektorate zu Satellitenstaaten.

Die Große Einheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während dieser Periode, von 301 YK bis 837 YK, herrschte größtenteils Frieden. Dieser wurde jedoch durch massive militärische Präsenz gehalten. Es kam immer wieder zu kleineren Aufständen die jedes Mal niedergeschlagen wurden. In mehreren königlichen Erlässen wurden Reformen durchgesetzt, die die Magistrate in den Provinzen bzw. die Statthalter in den Protektoraten mit mehr und mehr Autorität ausstatteten. Mit zunehmender Entfernung von der Hauptstadt interpretierten die Statthalter das Recht des Königs flexibler. Da aber Steuern und andere Abgaben stets zuverlässig gezahlt wurden, hat das Königshaus diese Verhältnisse akzeptiert. Diese Haltung führte jedoch zu einer fundamentalen Spaltung der Gesellschaft. Die breite Masse der Bevölkerung sah sich immer in Konkurrenz zum Königshaus. Somit bekamen Strömungen, die eine Revolution begünstigten, immer mehr Zulauf und Legitimierung.

Die Zerrüttung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 837 YK (1 NE) traf eine Gruppe von Reisenden in Nebelheym ein, die lediglich als die Fremden bekannt sind. Diese Ankunft sollte sich als einschneidendes Ereignis herausstellen, dass den Verlauf der Geschichte grundlegend verändert.

Diese Reisenden waren technologisch viel weiter entwickelt, als die Menschen auf die sie trafen. Besonders die Dampfmaschine, die sie in allen Größen und Ausführungen auf ihrem Schiff im Einsatz hatten, zeigte ihren Fortschritt. Genau diese Maschine war es auch, die von den Menschen Nebelheyms schnell adaptiert wurde. Bald darauf verließen die Fremden sie wieder. Es ist unklar, woher sie kamen und ob sie wieder dorthin zurück gingen. Niemals kam es wieder zu einem Treffen mit ihnen.

Die Auswirkungen dieses Zusammentreffens waren jedoch gewaltig. Die Dampfmaschine setzte in den folgenden 40 Jahren eine rasche Industrialisierung des Ostens Nebelheyms, mit Zentrum in Landrons in Gang. Die Produktion an Gütern aller Art nahm exponentiell zu. Im Monatstakt wurden neue Minen und Köhlereien im und am Roten Gebirge geöffnet. Die mechanisierte Landwirtschaft erzeugte eine Explosion der Bevölkerungszahlen. Wohlstand und Bildung nahmen immer weiter zu.

In Regalsther wurden diese Entwicklungen zunächst mit Argwohn und schließlich mit offener Feindschaft begegnet. Es wurden zusätzliche Steuern erhoben, der Handel beschränkt und Vereinigungen verboten. Die Maßnahmen konnten den Fortschritt jedoch kaum behindern. In einem weiteren Versuch, der wachsenden Bedrohung der Vormachtstellung des Königs Herr zu werden, sollten alle Fabrikbesitzer enteignet, ihre Maschinen abgebaut und verschrottet werden. Dies wurde jedoch von den Menschen Landrons' nicht hingenommen. Es kam zur Revolte. Der Statthalter wurde festgenommen und wenige Tage später vom neu gegründeten Rat der Stadt hingerichtet. Dies wurde von Seiten des Königs als Kriegserklärung gewertet.

Der Schwarze Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Der Schwarze Krieg

Der Schwarze Krieg brach im Jahr 879 YK (43 NE) aus, nach der Hinrichtung des königlichen Statthalters in Landrons.

Trotz massiver Anstrengungen des, im nachhinein auch Maschinenallianz genannten Städtebunds, war die Anfangsphase des Krieges durch große Raumgewinne Regalsthers geprägt.

Der dauernde Vorstoß des Königreichs in die östlichen Gebiete konnte schließlich noch gerade rechtzeitig gestoppt werden. Wobei das Ziel, den König zu Verhandlungen zu zwingen in greifbare Nähe zu rücken schien. Dieser ließ sich jedoch nicht darauf ein. Die Fronten froren ein und ein langgezogener Stellungskrieg folgte, der sich ins kollektive Gedächtnis des Landes besonders eingeprägt hat.

Schließlich gelang es Ingenieuren aus Landrons, entgegen der landläufigen Meinung, dass dies nicht möglich sei, die, von den Fremden bereits bekannte, Flugschifftechnik zu entwickeln. Die Flugschiffe ermöglichten die Überwindung des Roten Gebirges und damit die Zerstörung kritischer Produktionsanlagen und Militärstützpunkte in den Kernländern des Königreichs. Dieser unschlagbare Vorteil sorgte anschließend für den unverhofften Sieg der Maschinenallianz.

Der Unfriede[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende des Krieges im Jahr 60 NE (896 YK) wurde Landrons Landesweit als neue Hauptstadt ausgerufen. Es bestanden aber keine Strukturen, die eine einheitliche Verwaltung eines ganzen Kontinenten erlaubt hätten. So bildeten sich kleine Teilgebiete mit unterschiedlichsten Machtverhältnissen, denen die Regierung in Landrons nur sehr schwerlich entgegenwirken konnte.

Vielerorts sorgte die unklare Lage der Regelungen und Gesetze zu gefährlichen und teilweise unmoralischen Experimenten. In der Medizin, der Chemie und Elektrotechnik wurden zahlreiche neue Entdeckungen gemacht, deren Risiken und Nachteile oft ignoriert oder vertuscht wurden, um sich mit den Errungenschaften brüsten zu können.

Eine dieser gefährlichen Innovationen war die ---energie, die im Jahr 73 NE entdeckt wurde und viele neue Möglichkeiten bot. Die äußerst schädliche und mutagene Strahlung, die bei der Nutzung dieser Technologie entsteht, wurde von einflussreichen Magnaten systematisch vertuscht und führte zu einigen Skandalen, in die auch hochrangige Vertreter der Zentralregierung in Landrons verwickelt waren.

Dennoch gelang es nach und nach, Recht und Ordnung innerhalb von Nebelheym wiederherzustellen. Technik und Forschung wurden in geregelte Bahnen gelenkt. Doch grundlegende Probleme wie Verschmutzung und Ungleichheit zwischen Arm und Reich sind Probleme, die bis heute bestehen.

Der Weg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Verabschiedung des ---gesetzes im Jahr 131 NE wurde das bisher letzte Zeitalter der Geschichte Nebelheyms eingeläutet. Symbolisch steht es für die Konsolidierung des Kulturverständnisses der Menschen. Es wuchs wieder ein Land aus den Bruchstücken. Viele Projekte und Unternehmungen zur Weiterentwicklung der Gesellschaft wurden begonnen. Der Kontinent erfuhr eine nie zuvor gesehene Blüte in allen Bereichen.

Ein wichtiges, sowohl staatlich als auch privat vorangetriebenes Ziel war die Aufarbeitung und Verarbeitung der Geschichte. Es sollte ein Gemeinschaftsgefühl etabliert werden, in der Zusammenhalt trotz vieler, grundsätzlich unterschiedlicher Wurzeln, gelebt wird.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nebelheym wird vom Großen Rat in Landrons regiert. Er unterteilt sich in unterschiedliche Kammern, die die klassischen Staatsgewalten Legislative, Exekutive und Judikative unter sich aufteilen. Der Rat wird im 7-Jahres-Takt von den Vertretern der Gilden, in denen alle Menschen organisiert sind, gewählt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft ist trotz der angleichenden Prozesse während des Weges immer noch sehr stark in Ost und West, Industrie und Landwirtschaft geteilt. Weitere wichtige Wirtschaftsgebiete sind die Forstwirtschaft im Nordosten um Raftershire und im äußersten Nordwesten, der Erz- und Kohlebergbau rund um das Rote Gebirge, sowie der Kohletagebau im Südosten Nebelheyms. In alle Bereiche der Wirtschaft ziehen jedoch Innovation mehr und mehr ein.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits während der Zerrüttung, bis in die Frühphase des Schwarzen Krieges, wurde ein weit verzweigtes Schienensystem gebaut. Dieses zog sich bereits vor der Zeit des Weges von Ost- zu Westküste. Bis heute wird der Land-Güterverkehr Nebelheyms nahezu ausschließlich über die Eisenbahn abgewickelt.

Ein beliebtes Personentransportmittel sind jedoch die Flugschiffe. In fast jeder Stadt bestehen entsprechende Anlegeplätze, die im Volksmund den Namen "Ascheturm" tragen. Sie stehen für Fortschritt und Zukunftsorientierung, sind aber auch Streitpunkt von Diskussionen um Verschmutzung und Ungerechtigkeit.

An den langen Küsten existieren zahlreiche Hafenstädte, von denen aus ein reger Seehandel getrieben wird. Seit der Ankunft verdrängten dabei Dampfschiffe die klassischen Segelschiffe immer mehr. Heute gibt es Segelschiffe nur noch vereinzelt und dann eher als Attraktion.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kultur Nebelheyms rankt sich stark um die Geschichte des Kontinents. In der Verarbeitung der Vergangenheit sehen die Menschen den Weg in die Zukunft. Aus diesem Grund sind Erzählungen und Erfahrungsberichte der Kern der allermeisten künstlerischen Ausdrucksformen. Besonders hebt sich in diesem Zusammenhang die Behandlung der Geschichte in der Musik heraus. Im ganzen Land sind Musikgruppen unterwegs, die mit ihren Liedern den Menschen die Vergangenheit näherbringen und sich großer Beliebtheit erfreuen. Als eine der neueren und Beliebteren ist hier Tales of Nebelheym zu nennen, die seit einem seltsamen Vorfall auf einem Luftschiff durch die Welt ziehen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt kein zentral organisiertes Schulsystem. Die Qualität der Bildung schwankt deswegen sehr stark von Region zu Region. Üblicherweise haben die reicheren Gegenden und Städte deutlich bessere Schulen und Universitäten. Allen voran ist hier die Hauptstadt Landons zu nennen, die die größte und renommierteste Universität Nebelheyms unterhält. Einige Städte im Westen des Landes verfügen tradistionsbedingt allerdings auch über äußerst lange bestehende Universitäten, die großes Ansehen genießen.

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